HemoCue® Glucose Systeme eignen sich für die Durchführung des 75-g oGTT entsprechend der neuen S3-Leitlinie GDM.

Im August 2011 wurde die neue evidenzbasierte Leitlinie der Deutschen Diabetes Gesellschaft zur Diagnostik, Therapie und Nachsorge von Gestationsdiabetes mellitus und entsprechende Praxisleitlinien veröffentlicht.

Dort sind u.a. für die Durchführung eines 75 g-oGTT zur Feststellung eines Gestationsdiabetes mellitus (GDM) besondere Anforderungen an die Messqualität und die Abnahme von Blutproben definiert, die von den HemoCue® Glucose Systemen erfüllt werden.

Nachfolgend finden Sie weiterführende Informationen und praktische Hinweise zur Durchführung des 75 g-oGTT mit dem HemoCue® Glucose 201+ System:

Empfehlung1:
  • Sofortige, patientennahe Glukosemessung aus der venösen Vollblutprobe mit einer nach RiliBÄK qualitätsgesicherten Messmethodik mit anschließender Umrechnung des Vollblut-Glukosewertes in das entsprechende Plasmaäquivalent oder durch Messung mit einen plamakalibriertem Gerät (Entnahmegefäße in diesem Fall nur mit Gerinnungshemmern und ohne Glycolysehemmer versetzt).

1 Auszug aus der S3-Leitlinie zum GDM
Weitere Publikationen: Praxisleitlinie zum GDM sowie Gestationsdiabetes - praktische Aspekte nach der neuen S3-Leitlinie
Die plasmakalibrierten HemoCue® Glucose Systeme sind die perfekten Hilfsmittel für alle, die mit der Diabetesbehandlung zu tun haben. In drei einfachen Schritten ermittelt das System Glukosewerte, die in folgenden Bereichen genutzt werden können:

  • Sofortige, patientennahe Glukosemessung im venösen Vollblut ohne Beeinflussung durch Glykolyse
  • Direkte Anzeige des plasma-equivalenten Messwertes
  • Erfüllen Anforderungen der RiliBÄK 2008
  • Externe Qualitätskontrolle nach RiliBÄK Richtlinien
  • Geeignet zur Kontrolle und Diagnose von Gestationsdiabetes
  • Clamp-Studien: Überprüfung von Patienten-Teststreifenmessgeräten

Hier finden Sie weitere Produktinformationen
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Praktische Durchführung des 75g-oGTT und die Messung venöser Blutproben mit dem HemoCue® Glucose Systemen

  • Messung des venösen Nüchternblutzuckers.
  • Einnahme von 75 g Glukoselösung (in 300 ml Wasser) - langsam in 3 - 5 min. trinken lassen.
  • Venöse Blutabnahme und Glukosemessng nach 1 h.
  • Venöse Blutabnahme und Glukosemessng nach 2 h.

Informationen zum 50-g oGCT Vortest finden Sie hier!
1. Mischen Sie die EDTA- Probenröhrchen mit einem Rollenmischer mindestens
1 - 2 Minuten oder wenden Sie das Röhrchen 10 - 20 mal mit der Hand hin und her.
2. Bringen Sie mit einer Pipette (z.B. Einweg-Transferpipette) einen Tropfen Blut oder Kontrollmaterial auf eine hydrophobe Oberfläche (z.B. Parafilm) auf.
3. Befüllen Sie die Mikroküvette in einem Zug. Die Mikroküvette darf NICHT nachbefüllt werden! Überprüfen Sie die gefüllte Mikroküvette auf Luftblasen.
4. Legen Sie die Küvette zur Messung in den Analyzer ein und lesen Sie nach der Messung das Ergebnis ab.
5. Direkte Anzeige des plamaäquivalenten Messwertes mit eine plasmakalibrierten Glukose 201+ System.
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Auszüge zu den Anforungen gemäß der S3-Leitlinie GDM:

Blutproben:
  • Messung ausschließlich in venösem Plasma direkt oder
  • in venösem Vollblut gemessen und mit einem Faktor von 1,11 in venöse Plasmawerte umgerechnet bzw.
  • durch ein plasma-kalibriertes Mess-System ermittelt

Anforderung an die Messqualität:

  • Messgeräte müssen die Richtlinie der Bundesärztekammer (RiLiBAK) erfüllen.
  • Bei Anwendung im Bereich des niedergelassenen Arztes soll zusätzlich eine externe Qualitätssicherung nach RiLiBÄK-Regeln durchgeführt werden.
  • Mess-Systeme mit Unit-use-Reagenzien sollen ausdrücklich vom Hersteller für die ärztliche Anwendung in Screening und die Diagnostik vorgesehen sein.

Präanalytische Faktoren – Fehler, Störfaktoren:
  • Zeitliche Verzögerung der Probenmessung durch Versand
  • Zeitverzögerte Zentrifugierung der Blutprobe (> 15min)
  • Vollständige Wirkung von Glykolyse-Hemmstoffe wie z.B. NaF erst nach ca. 4 Stunden (empfohlen wird der Zusatz von Citrat/Citratpuffer)

1 Auszug aus der S3-Leitlinie zum GDM
Weitere Publikationen: Praxisleitlinie zum GDM sowie Gestationsdiabetes - praktische Aspekte nach der neuen S3-Leitlinie

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